CoIQ Marktanalyse: Skepsis bei Aktien wächst, Gold und China gewinnen an Zuspruch

Unsere September-Umfrage unter informunity Teilnehmern zeigt eine wachsende Zurückhaltung gegenüber Aktien. Mit 52,6 % hält weiterhin eine knappe Mehrheit den Einstiegszeitpunkt für eher gut bis sehr gut; 47,4 % bewerten ihn als eher schlecht bis sehr schlecht. 84,2 % der Befragten schätzen die Risiken am Aktienmarkt als eher hoch bis sehr hoch ein. Das ist der höchste Wert seit April. Bei den regionalen Präferenzen übernimmt China mit 26,7 % der Stimmen wieder die Führung, während Nordamerika deutlich verliert. Bei den Sektoren liegen Energie sowie Software und IT mit jeweils 21,9 % gleichauf. Unter den Assetklassen bleiben Rohstoffe mit 28,0 % vorn; Gold steigt auf 24,2 %.

Methodik: Seit 2008 messen und verfolgen wir die kollektiven Anlageentscheidungen von über 70.000 Teilnehmern an der von uns betriebenen Börsensimulation und Performance-Tracking-Plattform informunity. Unser Ziel ist es, die kollektive Intelligenz dieser Gruppe zu nutzen, um die aktuelle Marktlage einzuordnen. Die Teilnehmer sind größtenteils Privatanleger, verfügen über umfassende Erfahrung, einen nachweisbaren Track Record und sind im Durchschnitt etwa 40 Jahre alt.

Einstiegszeitpunkt: Knappe Mehrheit hält, Skepsis wächst

52,5% der befragten Teilnehmer halten den aktuellen Zeitpunkt für einen Einstieg in Aktieninvestments für eher gut (35,3%) bis sehr gut (17,2%). Im Vormonat waren es noch 57,2%. Dem gegenüber stehen 47,5%, die den Zeitpunkt als eher schlecht (39,7%) oder (sehr) schlecht (7,8%) einschätzen.

Risikowahrnehmung: breiter, aber weniger extrem

84,2% der Teilnehmer sehen die Risiken am Aktienmarkt derzeit als eher hoch bis sehr hoch, nach 79,1% im August. Der Anstieg geht vollständig auf die mittlere Kategorie zurück: „eher hoch“ springt von 46,1% auf 59,6% und erreicht damit den höchsten Wert der letzten zwölf Monate. Gleichzeitig fällt „(sehr) hoch“ von 33,0% auf 24,6% und liegt damit gleichauf mit dem Tiefstwert aus dem Oktober 2025. Nur noch 15,8% halten die Risiken für eher gering (13,2%) bis (sehr) gering (2,6%), nach 20,9% im Vormonat. Das Bild unterscheidet sich damit klar vom März, als die Risikowahrnehmung mit 89,8% ihren Höchststand erreichte und mehr als ein Drittel der Befragten von sehr hohen Risiken ausging.

Marktentwicklung: Optimisten behalten knapp die Oberhand

Für die kommenden sechs Monate rechnen 54,9% mit einer eher positiven (35,4%) bis sehr positiven (19,5%) Entwicklung des globalen Aktienmarkts. Dem stehen 45,2% gegenüber, die eine eher negative (37,2%) bis sehr negative (8,0%) Entwicklung erwarten. Der Vorsprung der Optimisten schrumpft damit auf 9,7 Prozentpunkte, den knappsten Abstand seit April, als die Pessimisten zuletzt in der Mehrheit lagen.

Regionen: China zurück an der Spitze, Nordamerika verliert deutlich

China führt das Regionen-Ranking mit 26,7% der Stimmen an und erreicht damit den höchsten Wert seit November 2025. Nordamerika fällt von 23,7% auf 16,5% zurück, das ist der niedrigste Stand seit April und zugleich der stärkste Rückgang aller Regionen. Indien bleibt mit 14,1% auf Rang 3, gibt gegenüber dem Vormonat (17,8%) aber ebenfalls nach. Dahinter folgen Brasilien und andere Regionen mit jeweils 9,7%. Deutschland legt von 6,9% auf 9,2% zu und erreicht den höchsten Wert seit Mai, die Eurozone ohne Deutschland kommt auf 8,7%. Schlusslichter bleiben die Schweiz mit 2,9% und Großbritannien mit 2,4%.

Sektoren: Energie zieht mit Software und IT gleich

Software und IT sowie Energie teilen sich mit jeweils 21,9% die Spitzenposition. Für Energie ist das der höchste Wert seit Mai, der Sektor setzt damit seine Erholung aus den Sommermonaten fort. Rohstoffe, Bau und Chemie folgen mit 18,0% nahezu unverändert auf Rang 3. Pharma und Gesundheit legt auf 12,7% zu und erreicht den höchsten Stand seit Dezember 2025. Deutlich verloren hat der Finanzsektor: Nach 11,3% im August, dem höchsten Wert der letzten zwölf Monate, bleiben nur noch 6,6%. Handel und Tourismus fällt mit 0,4% auf den niedrigsten Wert des Zwölfmonatszeitraums.

Assetklassen: Gold meldet sich zurück, Aktien verlieren an Zuspruch

Rohstoffe bleiben mit 27,9% auf Platz 1 und stehen damit im siebten der vergangenen acht Monate an der Spitze, allerdings auf dem niedrigsten Niveau seit Januar. Gold springt von 18,3% auf 24,2% und erreicht den höchsten Wert seit April. Aktien fallen im Gegenzug von 29,3% auf 21,3% und damit ebenfalls auf den niedrigsten Stand seit April. Kryptowährungen legen den dritten Monat in Folge zu und erreichen mit 16,1% den höchsten Wert seit November 2025. Anleihen kommen nach 4,7% im Vormonat nun auf 8,5%, ihren höchsten Stand seit April. Immobilien fallen mit 1,9% auf den niedrigsten Wert der letzten zwölf Monate.

Das informunity Top-Investor Portfolio besteht aus 100 Aktien. Auf diesem Portfolio basiert der von uns beratene CoIQ Collective Intelligence Fund (ISIN DE000A3C91C5) im Wesentlichen. Das Portfolio ist diversifiziert aufgestellt und passt sich schnell an neue Marktsituationen an. Die enthaltenen Unternehmen sind kapitalkräftig und in der Lage, auch lange Rezessionsphasen durchzustehen. Die Überrendite der Portfolios wurde immer in Aufwärtsphasen generiert. Da Aufwärtsphasen an der Börse deutlich überwiegen, sind wir vom langfristigen Erfolg des Portfolios überzeugt.

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Zur Umfrage: Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage im September 2026 unter 117 Teilnehmern der von uns betriebenen Börsensimulation und Lernplattform informunity.de.

Anlegerhinweise: Alle veröffentlichten Angaben dienen ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar. Vergangene Performance ist zudem kein Indikator für die zukünftige Performance. Eine Investition ist mit Risiken verbunden und kann zu einem Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Weitere Risikohinweise im Disclaimer

Andreas Vogler
, 11. September 2026

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